§ 13c FSG-DV Verkehrspsychologisches Gruppengespräch und Gefahrenwahrnehmungstraining

Führerscheingesetz-Durchführungsverordnung

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Aktuelle Fassung

In Kraft vom 13.03.2015 bis 31.12.9999
  1. (1)Absatz einsIm Rahmen des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs sind die für Fahranfänger klassenspezifischen typischen Unfalltypen, insbesondere der Alleinunfall und die zugrunde liegenden Unfallrisiken, wie beispielsweise Selbstüberschätzung, geringe soziale Verantwortungsbereitschaft oder Auslebenstendenzen unter aktiver Mitarbeit der Teilnehmer zu erarbeiten. Darüber hinaus hat auch eine individuelle Risikobetrachtung zu erfolgen, wobei die Teilnehmer dahin gehend anzuleiten sind, sich über potentiell unfallkausale persönliche Schwächen im Allgemeinen, aber vor allem auch im speziellen Zusammenhang mit situationsspezifischen Außenreizen (die zu erhöhter Irritierbarkeit, erhöhter Impulsivität, situationsspezifischer reaktiver Aggressivität oder Selbstüberforderung führen können) sowie mit Alkohol- oder Suchtmittelmissbrauch bewusst zu werden und darauf aufbauend individuelle unfallpräventive Lösungsstrategien zu erarbeiten.
  2. (2)Absatz 2Das verkehrspsychologische Gruppengespräch ist in Gruppen von mindestens sechs und höchstens zwölf Teilnehmern durchzuführen und hat bei Besitzern einer Lenkberechtigung der Klasse B zwei, bei Besitzern einer Lenkberechtigung der Klassen A1, A2 oder A eineinhalb Unterrichtseinheiten zu umfassen.
  3. (3)Absatz 3Zur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt sind unbeschadet der Bestimmungen des Abs. 4 Psychologen gemäß § 1 § 4 Psychologengesetzdes Psychologengesetzes 2013, BGBl. I Nr. 182/2013 in der Fassung BGBl. Nr. 360/1990BGBl. I Nr. 32/2014, die eine Ausbildung zumZur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt sind unbeschadet der Bestimmungen des Absatz 4, Psychologen gemäß Paragraph eins4, Psychologengesetzdes Psychologengesetzes 2013, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 360182 aus 19902013, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 32 aus 2014,, die eine Ausbildung zum
    1. 1.Ziffer einsKursleiter gemäß § 7 Abs. 1 der Verordnung über verkehrspsychologische Nachschulungen (Nachschulungsverordnung – FSG-NV), BGBl. II Nr. 357/2002, oderKursleiter gemäß Paragraph 7, Absatz eins, der Verordnung über verkehrspsychologische Nachschulungen (Nachschulungsverordnung – FSG-NV), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 357 aus 2002,, oder
    2. 2.Ziffer 2Verkehrspsychologen gemäß § 20 Abs. 1 und 2 der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung (FSG-GV), BGBl. II Nr. 322/1997 in der Fassung BGBl. II Nr. 427/2002Verkehrspsychologen gemäß Paragraph 20, Absatz eins und 2 der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung (FSG-GV), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 322 aus 1997, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 427 aus 2002,
    absolviert haben.
  4. (4)Absatz 4Psychologen, die sich in Ausbildung zum Kursleiter gemäß § 7 Abs. 1 FSG-NV oder Verkehrspsychologen gemäß § 20 Abs. 1 und 2 FSG-GV befinden, sind zur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt, wenn siePsychologen, die sich in Ausbildung zum Kursleiter gemäß Paragraph 7, Absatz eins, FSG-NV oder Verkehrspsychologen gemäß Paragraph 20, Absatz eins und 2 FSG-GV befinden, sind zur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt, wenn sie
    1. 1.Ziffer einsdie Ausbildung gemäß § 13b Abs. 4 Z 6 lit. a absolviert unddie Ausbildung gemäß Paragraph 13 b, Absatz 4, Ziffer 6, Litera a, absolviert und
    2. 2.Ziffer 2an mindestens drei Fahrsicherheitstrainings gemäß § 4a Abs. 4 Z 2 und 3 FSG als Hospitant teilgenommen haben.an mindestens drei Fahrsicherheitstrainings gemäß Paragraph 4 a, Absatz 4, Ziffer 2 und 3 FSG als Hospitant teilgenommen haben.
    Die Psychologen haben die Kommission gemäß § 4a Abs. 6 FSG von der Absolvierung dieser Ausbildung zu verständigen.Die Psychologen haben die Kommission gemäß Paragraph 4 a, Absatz 6, FSG von der Absolvierung dieser Ausbildung zu verständigen.
  5. (5)Absatz 5Psychologen, die verkehrspsychologische Gruppengespräche für die Klassen A1, A2 oder A durchführen, müssen zusätzlich über eine Lenkberechtigung der Klasse A1, A2 oder A verfügen oder den Code 111 in ihrem Führerschein eingetragen haben.
  6. (6)Absatz 6Das Gefahrenwahrnehmungstraining hat im Anschluss an das verkehrspsychologische Gruppengespräch stattzufinden und aus folgenden Inhalten in der Dauer von eineinhalb Unterrichtseinheiten zu bestehen:
    1. 1.Ziffer einsSchulung der rechtzeitigen visuellen Gefahrenwahrnehmung in konkreten, potentiell gefährlichen Situationen, etwa durch geeignete Filmausschnitte, unter aktiver Mitarbeit der Teilnehmer. Zu erarbeiten sind insbesondere das richtige Beobachten in der Situation, die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf relevante Situationsmerkmale und die Einschätzung, wie sich die Situation entwickeln könnte;
    2. 2.Ziffer 2die Teilnehmer sind anzuleiten, sich über das Ausmaß der mit der jeweiligen Situation verbundenen Gefahr bewusst zu werden;
    3. 3.Ziffer 3Erarbeitung von auf die jeweilige potentiell gefährliche Situation abgestimmten, unfallpräventiven Verhaltensreaktionen, wobei generell die Notwendigkeit einer defensiven Fahrweise ins Bewusstsein der Teilnehmer gerückt werden soll;
    4. 4.Ziffer 4mentales Festigen bzw. Einüben der im Gefahrenwahrnehmungstraining erarbeiteten situationsbedingten unfallpräventiven Verhaltensreaktionen.

    Für die Gruppengröße und die zur Durchführung berechtigten Personen gelten die Voraussetzungen gemäß § 13c Abs. 2 bis 5.Für die Gruppengröße und die zur Durchführung berechtigten Personen gelten die Voraussetzungen gemäß Paragraph 13 c, Absatz 2 bis 5.

Stand vor dem 12.03.2015

In Kraft vom 19.01.2013 bis 12.03.2015
  1. (1)Absatz einsIm Rahmen des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs sind die für Fahranfänger klassenspezifischen typischen Unfalltypen, insbesondere der Alleinunfall und die zugrunde liegenden Unfallrisiken, wie beispielsweise Selbstüberschätzung, geringe soziale Verantwortungsbereitschaft oder Auslebenstendenzen unter aktiver Mitarbeit der Teilnehmer zu erarbeiten. Darüber hinaus hat auch eine individuelle Risikobetrachtung zu erfolgen, wobei die Teilnehmer dahin gehend anzuleiten sind, sich über potentiell unfallkausale persönliche Schwächen im Allgemeinen, aber vor allem auch im speziellen Zusammenhang mit situationsspezifischen Außenreizen (die zu erhöhter Irritierbarkeit, erhöhter Impulsivität, situationsspezifischer reaktiver Aggressivität oder Selbstüberforderung führen können) sowie mit Alkohol- oder Suchtmittelmissbrauch bewusst zu werden und darauf aufbauend individuelle unfallpräventive Lösungsstrategien zu erarbeiten.
  2. (2)Absatz 2Das verkehrspsychologische Gruppengespräch ist in Gruppen von mindestens sechs und höchstens zwölf Teilnehmern durchzuführen und hat bei Besitzern einer Lenkberechtigung der Klasse B zwei, bei Besitzern einer Lenkberechtigung der Klassen A1, A2 oder A eineinhalb Unterrichtseinheiten zu umfassen.
  3. (3)Absatz 3Zur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt sind unbeschadet der Bestimmungen des Abs. 4 Psychologen gemäß § 1 § 4 Psychologengesetzdes Psychologengesetzes 2013, BGBl. I Nr. 182/2013 in der Fassung BGBl. Nr. 360/1990BGBl. I Nr. 32/2014, die eine Ausbildung zumZur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt sind unbeschadet der Bestimmungen des Absatz 4, Psychologen gemäß Paragraph eins4, Psychologengesetzdes Psychologengesetzes 2013, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 360182 aus 19902013, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 32 aus 2014,, die eine Ausbildung zum
    1. 1.Ziffer einsKursleiter gemäß § 7 Abs. 1 der Verordnung über verkehrspsychologische Nachschulungen (Nachschulungsverordnung – FSG-NV), BGBl. II Nr. 357/2002, oderKursleiter gemäß Paragraph 7, Absatz eins, der Verordnung über verkehrspsychologische Nachschulungen (Nachschulungsverordnung – FSG-NV), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 357 aus 2002,, oder
    2. 2.Ziffer 2Verkehrspsychologen gemäß § 20 Abs. 1 und 2 der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung (FSG-GV), BGBl. II Nr. 322/1997 in der Fassung BGBl. II Nr. 427/2002Verkehrspsychologen gemäß Paragraph 20, Absatz eins und 2 der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung (FSG-GV), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 322 aus 1997, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 427 aus 2002,
    absolviert haben.
  4. (4)Absatz 4Psychologen, die sich in Ausbildung zum Kursleiter gemäß § 7 Abs. 1 FSG-NV oder Verkehrspsychologen gemäß § 20 Abs. 1 und 2 FSG-GV befinden, sind zur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt, wenn siePsychologen, die sich in Ausbildung zum Kursleiter gemäß Paragraph 7, Absatz eins, FSG-NV oder Verkehrspsychologen gemäß Paragraph 20, Absatz eins und 2 FSG-GV befinden, sind zur Durchführung des verkehrspsychologischen Gruppengesprächs befugt, wenn sie
    1. 1.Ziffer einsdie Ausbildung gemäß § 13b Abs. 4 Z 6 lit. a absolviert unddie Ausbildung gemäß Paragraph 13 b, Absatz 4, Ziffer 6, Litera a, absolviert und
    2. 2.Ziffer 2an mindestens drei Fahrsicherheitstrainings gemäß § 4a Abs. 4 Z 2 und 3 FSG als Hospitant teilgenommen haben.an mindestens drei Fahrsicherheitstrainings gemäß Paragraph 4 a, Absatz 4, Ziffer 2 und 3 FSG als Hospitant teilgenommen haben.
    Die Psychologen haben die Kommission gemäß § 4a Abs. 6 FSG von der Absolvierung dieser Ausbildung zu verständigen.Die Psychologen haben die Kommission gemäß Paragraph 4 a, Absatz 6, FSG von der Absolvierung dieser Ausbildung zu verständigen.
  5. (5)Absatz 5Psychologen, die verkehrspsychologische Gruppengespräche für die Klassen A1, A2 oder A durchführen, müssen zusätzlich über eine Lenkberechtigung der Klasse A1, A2 oder A verfügen oder den Code 111 in ihrem Führerschein eingetragen haben.
  6. (6)Absatz 6Das Gefahrenwahrnehmungstraining hat im Anschluss an das verkehrspsychologische Gruppengespräch stattzufinden und aus folgenden Inhalten in der Dauer von eineinhalb Unterrichtseinheiten zu bestehen:
    1. 1.Ziffer einsSchulung der rechtzeitigen visuellen Gefahrenwahrnehmung in konkreten, potentiell gefährlichen Situationen, etwa durch geeignete Filmausschnitte, unter aktiver Mitarbeit der Teilnehmer. Zu erarbeiten sind insbesondere das richtige Beobachten in der Situation, die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf relevante Situationsmerkmale und die Einschätzung, wie sich die Situation entwickeln könnte;
    2. 2.Ziffer 2die Teilnehmer sind anzuleiten, sich über das Ausmaß der mit der jeweiligen Situation verbundenen Gefahr bewusst zu werden;
    3. 3.Ziffer 3Erarbeitung von auf die jeweilige potentiell gefährliche Situation abgestimmten, unfallpräventiven Verhaltensreaktionen, wobei generell die Notwendigkeit einer defensiven Fahrweise ins Bewusstsein der Teilnehmer gerückt werden soll;
    4. 4.Ziffer 4mentales Festigen bzw. Einüben der im Gefahrenwahrnehmungstraining erarbeiteten situationsbedingten unfallpräventiven Verhaltensreaktionen.

    Für die Gruppengröße und die zur Durchführung berechtigten Personen gelten die Voraussetzungen gemäß § 13c Abs. 2 bis 5.Für die Gruppengröße und die zur Durchführung berechtigten Personen gelten die Voraussetzungen gemäß Paragraph 13 c, Absatz 2 bis 5.

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